Von Anfang an versuchen wir, den Hunden durch gewisse, immer gleich bleibende Rituale Sicherheit zu vermitteln. Findet immer derselbe Ablauf bei einer Tätigkeit statt, bleibt die Situation für den Hund berechenbar und selbst in Stresssituationen, wie sie später im Einsatz vorkommen, weiß der Hund, welches Spiel gespielt wird.
Anzeigenaufbau
Zuerst bilden wir einen lockeren Spielekreis. So lernt der Hund, dass Menschen in „unnatürlicher“ Körperhaltung interessant sind und es sich lohnt zu ihnen hinzulaufen. Parallel wird versucht, dem Hund ein Bellen zu entlocken. Entweder es ergibt sich zufällig im Training oder der Besitzer findet einen Weg.
Auch das „SUCH“ wird nun eingeführt. So wird langsam vom Hund verlangt, dass er bei der hockenden Person bellt, bevor er bestätigt wird.
Die Personen beginnen sich aus dem Kreis zu bewegen und fallen etwas entfernt auf den Boden. Auch hier läuft der Hund hin und wird für sein Bellen vom Opfer belohnt.

Nach und nach variiert man nun den Spielekreis. Folgenende Varianten zur der Anzeigeübung gibt es: gezogene Anzeigen , offene Anzeigen und verdeckte Anzeigen.
Mit der Zeit werden die Anzeigen immer mehr verändert, wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Irgendwann kann der Hund auch zugedeckte, nicht sichtbare, auf einem Baum hängende oder sich bewegende und schreiende Opfer sicher und verlässlich anzeigen.
Nasenarbeit
Einerseits lernt der Hund automatisch im Anzeigenaufbau, seine Nase zu verwenden, sobald die Opfer verdeckt sind. Wir unterstützen diese Entwicklung noch zusätzlich durch Witterungsspiele. Hier ist Beobachtungsgabe gefragt um zu erkennen, wann der Hund die Witterung bekommen hat. Wichtig ist dass der Hund hier noch keine Anzeige machen muss, sondern einfach für sein Interesse am Opfer bestätigt wird. Auch hier sind den Variationen keine Grenzen gesetzt.
Erst wenn der Hund die Anzeige sicher beherrscht, werden die beiden Teile Suche + Anzeige zusammengesetzt.
